Im Rahmen der Projekttage konnten Kinder der Scheuelbergschule Bargau in einer völlig anderen Art von „Schule“ Eindrücke sammeln: Sieben Schüler und eine Schülerin der Klassen zwei bis vier besuchten mit ihrer Projektleiterin Frau Breuer-Rabus die „Rosenstein Baumschulen Koch-Fischer“ in Heubach-Lautern.
Dort erklärte ihnen Frau Welzel, dass die jungen Bäume alle paar Jahre verpflanzt werden müssen, damit sie bessere Wurzeln ausbilden. Diese Tätigkeit nennt man „verschulen“, daher der Name „Baumschulen“. Beim Rundgang durch den Betrieb beeindruckte der große Teich mit Gießwasser, die Topfmaschine und vor allem die große Vielfalt von Pflanzen: etwa 2000 verschiedene Arten werden kultiviert, nicht nur Bäume, sondern auch Sträucher und Stauden. Dass viele der exotischen Sorten für unsere heimischen Insekten wertlos sind, ist ein wichtiger Aspekt bei der Gartenplanung. Wer einen naturnahen Garten haben möchte, pflanzt deshalb heimische Gehölze an. Welche von ihnen die Sonne lieben und welche besser im Schatten gedeihen, erkennt man an den Blättern. Nach diesen Informationen fiel es den Kindern nicht schwer, die Beete mit den Sukkulenten (Wasser speichernde Pflanzen) zu finden, von denen jeder ein Exemplar auswählen durfte. Damit wurde am nächsten Tag ein Kunstobjekt bepflanzt, das nun im Garten der Schule steht. Nach dem Einkauf wurden die Schüler mit einem kleinen Imbiss überrascht. Zum Dank überreichten sie Frau Welzel beim Abschied bemalte Steine. Das Lernen in der Baumschule war sehr interessant, dabei eilte die Zeit davon, sodass die Kinder erst verspätet zuhause ankamen.
